Johann Wolfgang von Goethe
"Mit dem Wissen wächst der Zweifel."
Je mehr Lösungen wir für einen zukunftsfähigen Alltag kennenlernen, je häufiger wir mit Menschen sprechen, die von ihren Alternativen berichten, die glücklich machen, desto mehr kommen wir ins Grübeln und desto mehr Zweifel kommen an unserem bekannten Alltag. Was braucht es wirklich und was nicht? Welche Alternativen gibt es für meinen Alltag? Wo und wie fange ich an?
Dies ist unser größtes Ziel: Wir wollen Menschen dazu anregen ihren Alltag und ihre Gewohnheiten zu hinterfragen. Wir wollen die Motivation wecken loszugehen und langsam Stück für Stück den Alltag zu verändern. Wir wollen Hoffnung wecken, dass jeder von uns einen Unterschied macht und dass wir etwas bewirken können. Denn, wie sagt Jane Goodall so schön: „Wir bewirken zwangsläufig ständig etwas – wir müssen uns nur entscheiden was.“
Jetzt wirds spannend
Lieblingslösungen im Alltag
Unser "Auto"
Mit unserem geliebten Lastenrad fahren wir unsere Kinder, transportieren alle Einkäufe und meistern alle Kurzstrecken. Wir sparen viel Geld im Vergleich zu einem Auto, schützen die Umwelt, machen Sport und sind mehr an der frischen Luft unterwegs.
Alternative Menstruationsprodukte
Ich benutze seit 20 Jahren nur noch wiederverwendbare Menstruationsartikel
und Slipeinlagen aus Stoff – obwohl ich damals damit angefangen habe, um
Müll zu sparen, habe ich schnell entdeckt, dass die wiederverwendbaren
Produkte sehr viel angenehmer sind, als es Einwegprodukte je sein können
Kleiner wohnen - mehr leben
Ich habe mir, mit meinem Ownhome, ein Haus gebaut, das so wenig Ressourcen wie möglich verbraucht, das seinen eigenen unabhängigen Wasser Kreislauf besitzt, eigenen Strom erzeugt, und den Nährstoff Kreislauf der Erde unterstützt. Mittlerweile sind auf der gleichen Fläche noch zwei weitere kleine Häuser dazugekommen. Ich kombiniere hier also die Vorteile vom kleinen Wohnen mit denen des gemeinschaftlichen Wohnens.
Erfahrungsbericht: Wohnen in Gemeinschaft
Nach 4 Jahren als Familie mit zwei kleinen Kindern haben wir den Schritt gewagt unserer Doppelhaushälfte mit Keller den Rücken zu kehren. Stattdessen zogen wir in die 50qm große 2,5-Zimmer Dachgeschosswohnung unserer Nachbarin. Viele haben uns für verrückt erklärt, weil sie dachten wir hätten das perfekte Heim verlassen.
Doch der Umzug hatte so viele Vorteile: Wir hatten viel geringere Wohnkosten, dadurch waren wir unabhängiger vom Geld und konnten unsere Berufe wechseln sowie eine neue Ausbildung beginnen. Wir mussten viel weniger putzen und hatten mehr Zeit mit unseren Kindern zu spielen. Wir hatten unseren gemütlichen Rückzugsraum hatten aber auch immer Menschen um uns, wenn wir zusammensitzen oder uns austauschen wollten. Für unsere neuen „Vermieter“ war das Haus lebendiger geworden, unsere Kinder haben eine neue Oma gewonnen. Manche Geräte konnten wir teilen, anstatt sie doppelt anzuschaffen. Bei anstehenden Arbeiten konnten wir uns gegenseitig unterstützen. Und ganz nebenbei ist unser Energie und Ressourcenverbrauch massiv gefallen, weil wir auf weniger Wohnraum wohnen. Es braucht Mut seine Wohnsituation zu verändern und manchmal ist es ein langer Weg bis man den richtigen Ort und die passenden Menschen dafür findet – doch für uns hat sich der Umzug gelohnt und wir würden den Schritt wieder gehen.
Stoffbeutel statt Papiertüten
Papiertüten um mein Brot beim Bäcker nach Hause zu bringen – braucht es das wirklich?? Ich meine – nein! Ich benutze dafür meinen Stoffbeutel.
Selbstgenähte Stofftaschen
In meinen geliebten, selbst genähten Patchworktaschen transportiere ich alles mögliche. Sie sind immer mit dabei und warten auf eine neue Einsatzmöglichkeit. Diesen habe ich übrigens aus einer alten, kaputten Jeans genäht und ihr damit zu einem neuen Leben verholfen. 🙂
Haare waschen mit Roggenmehl
Meine Haare wasche ich mit Roggenmehl – 100% natürlich, ohne Mikroplastik, ohne chemische Zusätze oder andere Belastungen für Körper und Natur. Je nach Art der Anwendung kann man entweder den Reinigungs- oder den Pflegeeffekt verstärken. Das macht Spaß und wirkt.
Erfahrungsbericht: Lastenanhänger
Als ich davon gehört habe, dass es auf der Homepage von „Eine Welt voller Lösungen“ die Möglichkeit gibt Lieblingslösungen im Alltag zu teilen, war mir sofort klar, dass ich von unseren Lastenanhänger erzählen möchte.
Wir nutzen ihn bei vielen unterschiedlichen Gelegenheiten und kommen so sehr gut ganz ohne Auto aus. So transportieren wir damit unseren wöchentlichen Getränkeeinkauf, genauso wie unseren Grünschnitt oder eben, wie hier auf dem Bild, unseren Weihnachtsbaum. Ganz nebenbei hat das den Vorteil, dass wir den abfallenden Schmutz, wie Nadeln und Blätter etc. nicht im Kofferraum haben. Wir wollen unseren geliebten Lastenanhänger nicht mehr missen.
Solidarische Landwirtschaft
Seit einigen Jahren bin ich Teil einer solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) hier in der Region. Das Prinzip: Eine Gemeinschaft finanziert gemeinsam einen Betrieb und sichert sich so regionales Gemüse und faire Arbeit. Und das schöne dabei ist: auch die Transportwege werden mitgedacht. Unsere Gemüseverteilungen finden mit Lastenrädern und -anhängern statt. Bei mehreren Einsätzen im Jahr helfen alle Mitglieder bei der täglichen Arbeit mit, was mir einen direkten Bezug zu den Lebensmitteln ermöglicht.
Mehr Infos für die Region Freiburg gibt es hier: https://kewi-freiburg.de/ Deutschlandweit findet ihr unter folgendem Link Informationen: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/ueber-solawi/solawis-finden/karte/
