Nelson Mandela
„Bildung ist die mächtigste Waffe, die du verwenden kannst, um die Welt zu verändern.“
Schule voller Lösungen
Unser Programm für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz - auf einen Blick
Wie wir Schulen entlasten
Nicht jeder muss das Rad neu erfinden: Wir liefern ein fertiges Programm, das Schulen dabei begleitet die Leitperspektive BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) langfristig, praxisorientiert und wirkungsvoll mit allen Klassen der Schule umzusetzen. Dabei übernehmen wir Unterrichtsstunden, begleiten personell bei der Umsetzung schülergesteuerter Projekte, stellen Unterrichtsmaterialien und Hintergrundwissen zur Verfügung, bieten Fortbildungen an, vernetzen mit außerschulischen Partnern, behalten den roten Faden im Auge und beraten die Lehrkräfte auf ihrem Weg. Dabei orientieren wir uns an den folgenden vier Bausteinen:
Lernort in der Natur
Lösungspost:Einbindung der Familien zu Hause
Schülergesteuerte Projekte
Vorbildfunktion der Schule
"Dieses Jahr mit euch und den liebevollen Paketen hat uns sehr viel Spaß gemacht und zum Nachdenken angeregt. Ich merke, dass es dauert neue Routinen zu entwickeln. Aber wir übernehmen mehr als wir denken."
Teilnehmer*in 2023
"Ich bin sehr froh mit meiner Familie an diesem Projekt teilnehmen zu dürfen. Selbst hätte ich solche Informationen und Bereicherungen nicht gefunden. Dabei ist es soooo einfach... Herzlichen Dank!"
Teilnehmer*in 2025
Vielen Dank für die Zusammenarbeit und die Unterstützung!
Kooperations- und Finanzierungspartner
Unser Hauptprogramm - Ausführliche Informationen
Schule voller Lösungen
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind fest in unseren Bildungsplänen verankert – als Leitperspektive BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) sollen sie in jedes Fach mit einbezogen werden. Doch unseren Schulen wird in diesem Bereich nur wenig Orientierung gegeben, wie das in seiner Komplexität konkret umgesetzt werden kann. Das heißt in der Praxis, dass das Wissen darüber wie wir in unserer Welt nachhaltig leben können, häufig untergeht oder nur eine Nebenrolle spielt.
Hier kommen wir ins Spiel: wir haben ein Programm entwickelt, das Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dauerhaft, effektiv und praxisorientiert in das Unterrichtsangebot aller Klassen der Schule integriert. Es ist uns wichtig Schulen ganzheitlich zu sehen, daher arbeiten wir mit dem Whole Institution Approach. Es werden Erfahrungs- und Lernräume im Grünen geschaffen, die zum Lernen, Bewegen und Erleben einladen. Die Selbstwirksamkeit der Schüler*innen wird gefördert, der Alltag der Familien mit dem Unterricht verknüpft, sowie Verbindungen hergestellt zur Gemeinde und zu anderen Aktiven in der Region. Unser Zielbild ist eine starke Gemeinschaft innerhalb und außerhalb der Schule, die Schritt für Schritt Veränderungen vor Ort umsetzt.
Schulen voller Lösungen begleiten wir vier Jahre lang auf ihrem Weg dieses Konzept Stück für Stück wirkungsvoll im Schulalltag umzusetzen. Im Schuljahr 2026/2027 starten wir voraussichtlich mit drei Schulen.
Eine Steuerungsgruppe aus mindestens 2-3 Lehrkräften wird an der Schule gebildet. Diese stellt fest wie der aktuelle Entwicklungsstand der Schule im Bereich BNE ist deckt Entwicklungsmöglichkeiten auf. In Zusammenarbeit mit dem Team von Eine Welt voller Lösungen, plant das Team welcher Baustein des Programms wann und auf welche Weise angegangen wird. Um eine Überforderung des Kollegiums zu vermeiden, ist es wichtig der Umsetzung der Bausteine die Zeit zu geben, die sie braucht und den Prozess langsam anzugehen. Die Lösungspost ist daher der einzige Baustein, der bei allen Schulen bereits im ersten Jahr der Teilnahme verpflichtend im Unterricht umgesetzt wird. Gestartet wird mit der neuen ersten Klasse. Im zweiten Jahr führt diese Klasse das Projekt fort. Zusätzlich kommt wiederum die neue erste Klasse hinzu. Alle anderen Bausteine sind zu Beginn nicht an eine bestimmte Klassenstufe gebunden und können flexibel umgesetzt werden. So kann die Schule Stück für Stück in das Programm hineinwachsen.
So funktionierts
Die vier Hauptbausteine
Lernort in der Natur
Ziel: Mehr Wertschätzung für unsere Natur, sowie die Motivation sie schützen zu wollen
Die Einrichtung, sowie langfristige und regelmäßige Nutzung eines Lernortes in der Natur für alle Klassen hat das Ziel erlebbar zu machen, dass wir in natürliche Kreisläufe eingebunden sind. Unser Ziel dabei: mehr Wertschätzung für unsere Natur und das Wecken der intrinsischen Motivation sich für unsere Umwelt einzusetzen. Denn: wer die Natur wertschätzt, der wird sie automatisch auch schützen wollen.
Ganz nebenbei werden weitere wichtige Aufgaben von Schulen erfüllt wie Bewegung im Unterricht oder die Förderung sozialer Kompetenzen.
Umsetzung im Unterricht und aktive Einbindung der Familien: Lösungspost
Ziel: Wiederkehrende Erlebnisse und Erfahrungen, sowie Verknüpfung zum Alltag zu Hause
Über die Lösungspost bearbeitet jede*r Schüler*in jedes Schuljahr drei Themenbereiche der BNE. Sie docken hauptsächlich am Bildungsplan des Sachunterrichts an, finden aber auch in anderen Fächern oder im Klassenlehrer-unterricht Ansatzpunkte. Bei der Einführung der Themenbereiche sind wir vor Ort an den Schulen und unterstützen die Lehrkräfte personell in der Umsetzung.
Eine nachhaltige Lebensweise hat viel mit der Alltagsgestaltung und den Gewohnheiten zu Hause zu tun. Über kleine Hausaufgaben, gepaart mit neuen Ideen für den Alltag, beziehen wir deshalb die Familien aktiv mit in den Unterricht ein. Anschließen werden die Erfahrungen im Unterricht wieder aufgegriffen. Dies bietet motivierende Schreib-, Austausch- und Rechenanlässe.
Schülergesteuertes Projekt
Ziel: Mehr Selbstbestimmung, lernen aus Begeisterung, sowie Wecken des Gefühls etwas bewirken zu können
Mindestens einmal im Schuljahr erhält jede*r Schüler*in die Möglichkeit sich gemeinsam oder alleine in einem selbstgewählten Bereich für mehr Nachhaltigkeit einzusetzen oder zu forschen. Dabei orientieren wir uns inhaltlich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen.
Um die Kinder bei der Umsetzung ihrer Pläne auch wirkungsvoll betreuen zu können, brauchen die Lehrer*innen personelle Unterstützung. Wir sind deshalb selbst an den Schulen vor Ort und begleiten Schüler* und Lehrer*innen in den Projektphasen. Gleichzeitig unterstützen wir die Schulen dabei langfristige Kooperationen zum Beispiel mit BUND Gruppen oder lokalen Klimainitiativen aufzubauen.
Vorbildfunktion der Schule
Ziel: Ganzheitlichkeit, volle Potentialentfaltung, Nutzung der Vorbildfunktion
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind sehr komplexe Themenbereiche, bei denen es besonders wichtig ist Vorbilder zu haben, an denen man sich orientieren kann. Das Steuerungsteam der Schule arbeitet die Handlungs-möglichkeiten vor Ort heraus um die Schule nachhaltiger zu gestalten. Das können ganz unterschiedliche Bereiche der Schule betreffen, wie die Materialbeschaffung oder der Ressourcenverbrauch der Schule allgemein, die Vorbildfunktion der Kolleg*innen in unterschiedlichen Facetten, Schulwegeplanung, außerschulische Kooperationen, die Gestaltung der Räumlichkeiten, die Verpflegung in der Mensa, oder der Umgang untereinander.
So funktionierts...
Konkrete erste Schritte
Noch im alten Schuljahr, bevor das Programm mit den Schüler*innen startet, findet eine Einführungsfortbildung für die Lehrer*innen der teilnehmenden Schule statt. Ziel: Die Kolleg*innen werden in das Programm eingeführt, eine Steuerungsgruppe aus mindestens 2-3 Kolleg*innen wird gebildet, Hintergrundwissen wird vermittelt und es gibt erste Möglichkeiten zum Austausch mit anderen teilnehmenden Lehrkräften. So haben die Lehrer*innen alle Informationen um sich rechtzeitig auf das neue Schuljahr und den Start des Programms vorzubereiten.
Die Steuerungsgruppe des Kollegiums hat folgende Aufgaben: Sie stellen den Ist-Zustand das Entwicklungspotential der Schule fest. Mit diesem Wissen im Hintergrund erstellen sie einen Zeitplan der eine Orientierung dafür gibt welcher Baustein von Schule voller Lösungen wann und wie angegangen werden kann, ohne dass es zu einer Überforderung des Kollegiums kommt. Fragen die sie sich stellen sind z.B. Wo können wir einen Lernort in der Natur einrichten? Wie kann er in unseren Regelunterricht wirkungsvoll integriert werden? Auf welche Weise und in welchen Altersstufen kann die Schule schülergesteuerte Projekte oder insgesamt mehr Schülermitbestimmung mit in den Schulalltag einbeziehen?
Im neuen Schuljahr startet dann die neue erste Klasse mit der Lösungspost im Unterricht. Im zweiten Jahr führt diese Klasse das Projekt fort. Zusätzlich kommt wiederum die neue erste Klasse hinzu. Zusätzlich dazu startet die Schule in die Vorbereitungen für die übrigen Bausteine. Dies variiert von Schule zu Schule. So können Lehrer*innen, Schüler*innen, Familien und die ganze Schule Stück für Stück in das Programm hineinwachsen.
So funktionierts...
Beispiele
Im Laufe der Schulzeit begegnen die Schüler*innen immer wieder unterschiedlichen Themen der Nachhaltigkeit, wie z.B. Müllvermeidung, Plastiknutzung, Einkaufen, Mobilität, Energie, Mediennutzung oder Sauberkeit & Hygiene. Sie erkunden und erleben dadurch Nachhaltigkeit und Umweltschutz langfristig immer wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Projekte, die die Schule bisher schon durchgeführt hat, werden curricular mit einem roten Faden verbunden und werden dadurch wirksamer. Unser Ziel ist die Entstehung von vernetztem Wissen, praktischer Handlungsfähigkeit, und der Motivation etwas bewirken zu können.
Ihr habt Schwierigkeiten euch unser Programm konkret vorzustellen? Lasst uns deshalb in zwei Beispiele aus der Themenwelt der ersten Klasse im Bereich der Lösungspost eintauchen. Die Lösungspost ist nur einer der vier Hauptbausteine des Programms. Durch die Kombination mit den anderen drei Punkten „Lernort in der Natur“, sowie „Durchführung von schülergesteuerten Projekten“ werden diese Erfahrungen noch intensiviert. Außerdem werden Anreize geschaffen die „Vorbildfunktion der Schule“ und Lehrkräfte als Ganzes in den Blick zu nehmen und auch hier möglicherweise Dinge zu verändern und anzugehen.
Beispiel 1 - Wir organisieren ein müllfreies gesundes Frühstück
Die Klassen erhalten die Aufgabe ein müllfreies und gesundes Klassenfrühstück zu organisieren. Dieses Thema findet sich im Bildungsplan, bietet die Möglichkeit sich mit Mülltrennung und -vermeidung im Allgemeinen zu beschäftigen und den Klassenraum aktiv mitzugestalten – ganz nebenbei stärkt es die Klassengemeinschaft und schafft eine wertvolle Möglichkeit sich besser kennenzulernen. Wir, also das Team von Eine Welt voller Lösungen, kommen für eine Doppelstunde an die Schule und stellen mit den Kindern aus mitgebrachten, alten und ausrangierten Stoffen Beutel her, mit denen die Kinder unverpackt einkaufen gehen können. Dabei bieten wir zwei Schwierigkeitsstufen an – die Beutel können entweder oder ohne Nähen hergestellt werden.
Die fertigen Beutel nimmt jedes Kind mit zu sich nach Hause. Die Schüler*innen bekommen nun die Hausaufgabe die ihnen zugeteilten Dinge für das Frühstück gemeinsam mit der Familie müllfrei zu besorgen und ihre Erfahrungen in Fotos festzuhalten. Aus diesen Fotos wird ein kleines Album/Geschichtenbuch gestaltet. Natürlich kann auch das Frühstück selbst in Bildern festgehalten werden.
Im November und Dezember wird das übergeordnete Thema Müllvermeidung unter anderem Anlass wieder aufgegriffen: Die Klasse veranstaltet ein Adventswichteln, das wiederum ohne Müll auskommen soll. Hierfür testen die Kinder im Unterricht unterschiedliche Möglichkeiten Geschenke müllfrei zu verpacken. Auch hier können Bilder für das Geschichtenbuch gesammelt werden.
Beispiel 2 - Unsere Wiese ist essbar: Kräutersalz herstellen
Im Bildungsplan der ersten Klasse spielt im Sachunterricht das Thema „Lebensraum Wiese“ eine Rolle. Wir greifen dies auf und kommen wiederum für eine Doppelstunde an die Schule. Bei einem Ausflug zu einer naturnahen Wiese in direkter Umgebung der Schule (vielleicht auch schon im grünen Klassenzimmer der Schule?) sammeln die Kinder essbare Wildkräuter und stellen ein Kräutersalz her.
Die Kinder bekommen im Voraus die Aufgabe geeignete Behälter für das Salz von zu Hause mitzubringen ohne welche kaufen zu müssen. Zusätzlich erhalten die Familien über die Lösungspost mehrere Rezepte mit Wildkräutern – als Hausaufgabe sollen die Kinder mindestens eines dieser Rezepte mit ihren Familien ausprobieren und ihre Erfahrungen in Fotos für das Geschichtenbuch festhalten.
Außerhalb der Schule findet im gleichen Zeitraum für alle Interessierten aus der Gemeinde ein Workshop zum Thema „Kochen mit Wildkräutern“ statt, bei dem die Kinder der Schule mitwirken könnten.
Hintergrundwissen
Was umfasst Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Bildungsplan?
„Bildung für nachhaltige Entwicklung befähigt Lernende, informierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt, für eine funktionierende Wirtschaft und eine gerechte Weltgesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln.“ (Auszug aus dem aktuellen Bildungsplan)
Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, ist seit 2016 im Bildungsplan in Baden Württemberg verankert. Als eine von fünf Leitperspektiven soll sie beim gesamten schulischen Handeln mitgedacht werden. Inhaltlich deckt BNE im Bildungsplan hauptsächlich die Themen Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz, den Erhalt unserer Wirtschaft, sowie den Erhalt sozialer Gerechtigkeit ab und orientiert sich an den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern auch um die Entwicklung von Kompetenzen, wie die Bereitschaft zum Engagement und zur Verantwortungsübernahme, Umgang mit Risiken und Unsicherheit, Einfühlungsvermögen in Lebenslagen anderer Menschen und solide Urteilsbildung in Zukunftsfragen. Dabei ist es wichtig komplexe Zusammenhänge zu verstehen um die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Region und unsere Welt einschätzen zu können.
BNE ist eine sehr umfangreiche Leitperspektive, die viel Engagement von Seiten der Schule und langfristig angelegte Bildungsangebote braucht. Wir begleiten Schulen auf diesem Prozess und geben da Hilfestellung wo sie gebraucht wird.
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